Expertenwiki
Kompetenz für Studienberatung:
Fort- und Weiterbildungsangebote

Seminarangebot der kfsn 2018

Die Koordinierungsstelle für Studieninformation und -beratung ist eine gemeinsame Einrichtung der niedersächsischen Hochschulen. Neben weiteren Aufgaben koordiniert und vernetzt sie die Arbeit Zentraler Studienberatungsstellen untereinander und mit anderen Einrichtungen, die Aufgaben allgemeiner Studienberatung durchführen. Sie organisiert ein regelmäßiges Angebot an Fort- und Weiterbildungen rund um das Thema Studienberatung. Dadurch wird sichergestellt, dass für Studieninteressierte und Studierende an allen Hochschulen in Niedersachsen ein qualifiziertes Beratungsangebot zur Verfügung steht. 

Trainer: Wolfgang Jockusch (Th. M.), Trainer und Berater, BAMIK GmbH

Überblick: Der Umgang mit ausländischen Studierenden bzw. Studieninteressierten gehört zum Arbeitsalltag der Beraterinnen und Berater an den Hochschulen. Zur Unterstützung lernen Sie in diesem Workshop die Grundlagen der interkulturellen Kommunikation kennen und wenden diese auf Ihren konkreten Hochschulalltag an. Dabei stehen insbesondere Verständigungsschwierigkeiten, unterschiedliche Rollenverständnisse und Erwartungshaltungen im Mittelpunkt.

Inhalte: 

  • Grundlagen der interkulturellen Kommunikation
  • Stereotype und ihr Einfluss auf die kulturelle Wahrnehmung
  • Kulturspezifische Erwartungshaltungen im akademischen Alltag
  • Systematischer Vergleich ausgewählter nationaler Kulturen
  • Kulturschock und Akkulturation im Auslandsstudium
  • Lösungen für die internationalisierte Hochschulverwaltung
  • Besondere Herausforderungen bei der Integration Geflüchteter an deutschen Hochschulen 

Referentin: Christiane Stolz, Dipl.-Sozialwissenschaftlerin, Studienberaterin ZSB Leibniz Universität Hannover

Termine: 21.02.2018 für Mitarbeiter/innen der Immatrikulationsämter, 01.03.2018 für Mitarbeiter/innen der Prüfungsämter

Überblick: Die persönliche Kommunikation mit Studierenden gehört zum beruflichen Alltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Immatrikulations- und Prüfungsämtern. Nicht immer laufen diese Gespräche reibungslos und zur beidseitigen Zufriedenheit. Dies kann an den Gesprächsinhalten liegen (Überbringer schlechter Nachrichten), an den Rahmenbedingungen (Zeitdruck und unruhige Umgebung) oder aber daran, dass Informationen missverstanden und nicht zielführend eingeordnet werden (was auf beiden Seiten passieren kann). Dadurch können Gesprächssituationen entstehen, die als besonders herausfordernd erlebt werden.

Neben der Erarbeitung förderlicher Rahmenbedingungen für die Gespräche und einigen theoretischen Grundlagen zum Gesprächsablauf erhalten Sie im Workshop die Möglichkeit, typische Gesprächssituationen zu analysieren. Sie können sich darin erproben und Verhaltensmöglichkeiten testen. So erarbeiten Sie Lösungen, um Ihren beruflichen Alltag besser meistern zu können.

Inhaltliche Themen:

  • Rahmenbedingungen 
  • Unterstützung durch vorhandene institutionelle Strukturen 
  • Grundlegende Gesprächsphasen und Steuerungsmöglichkeiten
  • Herausfordernde Gesprächssituationen und individuelle Verhaltensmöglichkeiten

Referentin: Christine Maurer, Dipl.-Psychologin, Psych. Psychotherapeutin, Leiterin ptb Hannover

Überblick: Krisen im Studienverlauf stellen besondere Anforderungen an Beraterinnen und Berater. Sie sind dann erste Ansprechpersonen für ratlose, hilfsbedürftige oder auch stark erregte Personen. Dadurch bewegen Sie sich in einem Feld ständig wechselnder, manchmal auch konfliktträchtiger, Beziehungen und benötigen viel Feingefühl und Erfahrung, damit ein Beratungsgespräch entspannt und unterstützend ablaufen kann. In Verbindung von Theorie und Praxis erhalten Sie in dem Seminar einen Einblick in mögliche Gefährdungssituationen im Rahmen Ihres Beratungsauftrags. Sie erhalten Handlungsempfehlungen für Gefährdungssituationen sowie die Möglichkeit, diese an Ihre Gegebenheiten anzupassen und zu erproben.

Inhalte:

  • Übersicht über Gefährdungssituationen
  • Deeskalierende Gesprächsführung
  • Umgang mit unmittelbarer Gefährdung für Beraterinnen und Berater (Beschwerde, Konflikt, Bedrohung)
  • Umgang mit mittelbarer Gefährdung (Drohungen, Stalking, Androhung von Amok)
  • Umgang mit Suizidalität der Ratsuchenden
  • Rechtliche Aspekte
  • Nachsorge: Umgang mit persönlichen Belastungen 

Veranstalter: Projekt eCULT, www.ecult.me 

Termine: 4 Webinar-Termine, jeweils mittwochs von 8.00 bis 9.45 Uhr 

Übersicht: Als Folge der Vernetzung zwischen Hochschulen im In- und Ausland und der Einführung von neuen Lehr- und Prüfungsformaten wächst der Bedarf, Lehrveranstaltungen, Disputationen, Konferenzen u. ä. auch online durchführen zu können. An deutschen Hochschulen wird für diese Zwecke häufig Adobe Connect verwendet. Auch wenn das System eigentlich leicht zu bedienen scheint, braucht man für die Planung und Durchführung interessanter und didaktisch aufbereiteter Webinare ein gewisses Know-How. 

Inhalt:

  • Merkmale und Funktionen von Adobe Connect (Whiteboard, Chat, Freigabe, Abstimmungen, Layouts, Dateiaustausch, Gruppenarbeit)
  • Methoden zur Teilnehmeraktivierung
  • Anwendung von Adobe Connect in verschiedenen didaktischen Szenarien
  • Planung, Strukturierung und Durchführung eines Webinars
  • Umgang mit technischen Herausforderungen
  • Rollen und Rechte
  • Das DFN-Backend
  • Praxis: Durchführung eigener Mini-Sessions im Virtuellen Raum

Referent: Dr. Timo Nolle, Erziehungswissenschaftler und Systemischer Therapeut (SG)

Überblick: Ein Studium ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die ein hohes Maß an Selbststeuerungskompetenz erfordert. Zugleich ist ein Studium ein identitätsstiftender Prozess, der auf ein späteres berufliches Leben vorbereitet und dieses gleichsam formt. Die Gründe, weshalb manche Studierende im Studium nicht vorankommen, können entsprechend vielschichtig und individuell sein. Für die Beratung bei stagnierenden Studienverläufen werden daher Techniken zur Förderung der Selbststeuerungskompetenz benötigt (Zeit- und Aufgabenplanung, Lerntechniken, Priorisierung etc.). Ebenso sollten Beratende auch die Reflexion der Studienmotivation, des biografischen Werdegangs und von verinnerlichten Glaubenssätzen anregen können. In dem Seminar werden vielfältige Beratungstechniken zur Förderung der Selbstreflexion und Zielbildung vermittelt und live demonstriert. Die Teilnehmenden können die Techniken „am eigenen Leib“ erproben.

Inhalte:

  • Anliegenklärung, Pacing
  • Beratungsstrategien bei Entwicklungsblockaden und Entscheidungsdilemmata
  • Transformation von Glaubenssätzen
  • Arbeiten mit der Problem-Lösungs-Balance
  • Zielbildung

Referent/in: Peter Schott, Dipl.-Psych., ehemaliger Leiter der Zentralen Studienberatung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, und Dr. phil. Ursel Sickendiek, Dipl.-Päd., Studienberaterin und Leiterin der Zentralen Studienberatung der Universität Bielefeld

Überblick: Noch nie hatten junge Menschen so viele Möglichkeiten und Wahlfreiheiten, ihr Leben nach Beendigung der (höheren) Schullaufbahn zu gestalten: Studium oder nicht, wenn ja: welches Studium, Uni oder FH, an welchem Ort… Dies hat Konsequenzen – gerade auch für unseren Studienberatungsalltag: Entscheidungen müssen getroffen werden, aber das fällt häufig schwer und ist mit viel Unsicherheit und oft auch Unwissenheit verbunden; und manchmal ist es noch schwerer, einmal getroffene Entscheidungen wieder zu ändern. Entscheidungsprozesse sind hochkomplex und stets ein Gemenge aus emotionalen, kognitiven, sozialen und gesellschaftlichen Prozessen – die Person des Entscheidenden ist deshalb Thema der Beratung, aber natürlich auch ihr soziales Umfeld, Vorstellungen über künftige Lebensführung und nicht zuletzt Wissen über Studiengänge, -inhalte etc.

Wir werden uns in diesem Seminar die Zeit nehmen, uns ganz praktisch auf der Basis unserer Beratungserfahrungen auf die Klientel zu konzentrieren, die Schwierigkeiten hat, klare Entscheidungen zu treffen. Wir reflektieren unsere Rolle, und welche Aufgaben wir als Berater/-in wahrnehmen bzw. – theoriegeleitet – wahrnehmen sollten. Aber: Beratung ist individuell, es gibt keine Standardberatung und darf sie auch nicht geben. Unser Ziel deshalb: Jede(r) nimmt Ideen und Anregungen mit in den Berufsalltag, die für sie/ihn stimmig und passend sind und von denen er/sie es kaum erwarten kann, sie in der Praxis anzuwenden und zu überprüfen. 

Referent/in: Dipl.-Päd. Isabel von Colbe-van de Vyver, Studienberaterin der ZSB Uni Göttingen, Gesprächstherapeutin (GWG), Supervisorin (DGSv), und Dipl.-Päd. Aljoscha Niklesz, Studienberater der ZSB Uni Göttingen, Systemischer Coach (DGSF)

Überblick: Die Zeit des Studiums ist für viele Studierende immer wieder mit Orientierungs- und Motivationsfragen verbunden: Was will ich mit meinem Studium mal machen? Wie finde ich die Motivation, das zu tun, was ich mir vornehme? Wie gehe ich mit Schwankungen meiner Motivation und Leistungsfähigkeit um? Wie überwinde ich meinen „inneren Schweinehund“?

In diesem Workshop soll ein aus und in der Praxis entwickeltes und erprobtes Konzept vorgestellt werden, mit dem Studierende bei „Motivationsfragen“ in einem Gruppenformat unterstützt werden können. Dabei werden Hintergründe der Zielfindung und Zielerreichung thematisiert und entsprechende Methoden ausprobiert. Dies bildet die Basis, um den Transfer in die eigene Beratungs- und Workshoppraxis zu diskutieren und vorzubereiten.

Inhalte:

  • Die Teilnehmenden lernen ein Workshop-Konzept für die Zielgruppe Studierende im Themenfeld: „Motivation-Zielorientierung-Strategien in kritischen Studiensituationen“ kennen.
  • Die Teilnehmenden werden in die theoretischen Bezugssysteme (Neurowissenschaften/Motivations-und Entscheidungspsychologie) sowie in ein Trainingskonzept nach dem Ansatz des Zürcher Ressourcenmodells (Storch/Kruse) eingeführt.
  • Der Transfer des Trainingsmodells in die Arbeit mit Studierenden wird vor dem Hintergrund der eigenen Beratungserfahrungen diskutiert.
  • Der Ablaufplan und die einzelnen Übungen des Workshops „Leit-Sterne im Studium“ werden vorgestellt.
  • Die Teilnehmenden erproben die vorgestellten Methoden zum Finden und Erreichen eigener Motiv- und Handlungsziele.
  • Die Teilnehmenden klären, ob und wie sie die verschiedenen Bausteine in ihre eigene Beratungsarbeit, z.B. auch in die individuelle Einzelberatung mit Studierenden, integrieren können. 

Referentin: Gabriele Witten-Neubert, Dipl.-Pädagogin, Multiplikatorin ProfilPass

Überblick: Sie sind als Berater/in tätig und auf der Suche nach einem Werkzeug zur Kompetenzfeststellung? Der ProfilPASS dient der Ermittlung und Dokumentation eigener Fähigkeiten und Kompetenzen, unabhängig davon, wie und wo sie erworben wurden. Er regt dazu an, sich mit den individuellen Kompetenzen auseinander zu setzen und so persönliche Stärken und Schwächen bewusst zu machen und realistische Ziele zu entwickeln. Der ProfilPASS orientiert sich methodisch auch an biografischen Verfahren und schärft den Blick für informelle Lernfelder und Lernorte.

In der Qualifizierung lernen Sie den Aufbau, die Inhalte und auch die Philosophie kennen, die hinter dem ProfilPASS steht. Sie machen konkrete eigene Erfahrungen in der Arbeit mit dem ProfilPASS, lernen verschiedene Methoden für den praktischen Einsatz kennen und entwickeln schon während des Workshops erste Ideen für die Umsetzung mit Ihrer Zielgruppe.

Referentin: Cornelia Hennecke, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Systemische Therapeutin/SG, Systemische Supervisorin/SG und Organisationsberaterin, Dozentin am IF Weinheim – Institut für Systemische Ausbildung und Entwicklung

Überblick: Die ‚Erweiterung des Methodenkoffers’ ist in meiner 15jährigen Dozentenpraxis eine häufige Erwartung in Weiterbildungen. Geht man davon aus, dass sich Menschen verhaltensökonomisch organisieren, könnte diese anfängliche Wortmarkierung rückblickend wiederholt zu nützlichen Erfahrungen geführt haben. Das wäre auch die Hoffnung, die sich mit diesem Angebot verbindet. Und was ist dann ‚systemisch’ an einem Methodenkoffer? Man könnte es ‚systemisch’ nennen, dass wir mit subjektiven Haltungen eine Verbindung zwischen abstrakten (objektiven und subjektiven) Theorien und der konkreten Handlungspraxis herstellen. Für die Beratungspraxis wäre es dann von Vorteil, diesen Reflexionsschleifen von Zeit zu Zeit bewussten Raum zu geben und mit Neuem anzureichern, um nützliches Wissen zu erzeugen.

Methodische Impulse könnten sein:

  • Anregungen von nützlichen Selbstorganisationsprozessen durch Arbeit im Raum, z. B. mit dem Raum-Modell oder der „liegenden Acht“
  • „Wenn negative Affekte die Kommunikation infizieren…“ – die Arbeit mit der Affektbilanz zur Förderung konstruktiver Kommunikations- und Selbstregulationsprozesse
  • Arbeit mit Haltungs- und Handlungszielen
  • Präsenz als Quelle von Autorität – Präsenzebenen – Status Quo und die Entwicklung von nützlichen Handlungsorientierungen
  • Arbeit mit „Logischen Ebenen“ (R. Dilts) als Orientierungsrahmen zur Identifizierung von Handlungsbedarfen
  • Mentale Flexibilisierung und die Entwicklung von (Selbst-)Mitgefühl durch Kultivieren einer achtsamen und freundlichen Beobachterhaltung
  • „Freundliche Helfer“ für die systemische Praxis 

Diese Veranstaltungen sind interne Angebote speziell für Expertinnen und Experten. Veranstaltungen der niedersächsischen Hochschulen für Studieninteressierte finden Sie unter Termine.

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